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31.01.2010 - 02.05.2010
EPIPHANEIA - Die geheime Kraft der Bilder von Raffael bis Picasso
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Ausstellungen und Messen

EPIPHANEIA - Die geheime Kraft der Bilder von Raffael bis Picasso

Unter dem Titel „EPIPHANEIA“ (Erscheinung des Göttlichen) zeigt das Museum Haus Ludwig Saarlouis vom 31. Januar bis 2. Mai in Zusammenarbeit mit dem Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig achtzehn kostbare Vasen der griechischen Antike zusammen mit Originalgraphik von Meistern der abendländischen Kunstgeschichte aus mehr als 500 Jahren. Mit dieser Ausstellung begeht das Museum Haus Ludwig sein 20jähriges Bestehen.

Auf den Vasenbildern begegnen den Besuchern in der Vorstellungswelt der alten Griechen die Helden Homers und die Götter des Olymp, zahlreiche Szenen ihrer dramatischen Schicksale sowie ihre Ideale und Tugenden und ihre ausgewogen schönen Gestalten.

Die griechischen Vasen dieser Ausstellung sind ursprünglich heilige Gefäße. Sie dienten als Reisebegleiter in die Welt der Toten, als Weihegaben an die Götter oder als Trinkgefäße bei rituellen Gastmählern, wodurch sie aus dem profanen Leben der Menschen herausgehoben wurden. Als Medium der Teilhabe an den Götter- und Heldenschicksalen waren sie dem gewöhnlichen Alltag der Menschen entzogen. Ihre Bilder erzählen von den Taten der Götter und den Leiden der Helden, die auch Urbilder sind für unsere irdischen Schicksale der Sterblichen.

In der Ausstellung begegnen die Besucher deshalb den kostbaren Vasen – vergleichbar den wertvollsten Stücken eines Domschatzes –in gewollt „weihevoller“ Atmosphäre.

EPIPHANEIA bedeutet die überwältigende Erscheinung göttlicher Mächte und Eigenschaften. In allen Religionen der Welt offenbaren sich die geheimen Mächte der Götter den Menschen in Bildern, Traumgesichten, Zeichen am Himmel, Lichterscheinungen, betörenden Klängen u.v.m. und lösen tiefste Erschütterungen in ihren Seelen aus. Das Christentum hat diese Vorstellung von den alten Griechen übernommen und so ist es nicht verwunderlich, dass die Idealbilder unserer Sehnsüchte, die Helden und Götter der Antike, aber auch ihre dramatischen Leidensgeschichten und Ängste in der Vorstellungswelt der Künstler des Abendlandes weiterleben.

Wir begegnen ihnen in der klassischen Tragödie genauso wie in den Heiligenlegenden des christlichen Abendlandes. Künstler aller Zeiten haben um Ausdrucksmittel gerungen, die in der Lage sind, Menschen zu bewegen.

So gestaltet sich der Rundgang durch die Ausstellung wie ein Streifzug durch die Kunstgeschichte des Abendlandes: Den Vasen gegenübergestellt finden die Besucher erlesene Beispiele künstlerischer Druckgrafik von den frühen Kupferstichen aus der Hand Albrecht Dürers (1471 – 1528) oder aus den Werkstätten Raffaels (1483 – 1520), zu denen er eigenhändig Zeichnungen seiner berühmten Gemälde lieferte, über die erschütternden Einblicke in die „Gräuel des Krieges“ von Francisco de Goya (1746 – 1828) und die satirischen Persiflagen der antiken Helden von Honoré Daumier (1808 – 1879) während der turbulenten Jahre der bürgerlichen Revolution im 19. Jahrhundert bis hin zu den meisterhaften Radierfolgen Max Klingers (1857 – 1920), die er zu Ovids „Metamorphosen“ und andere antike Mythen geschaffen hat.

Die Ausstellung endet mit Radierungen von Pablo Picasso zum „Minotaurus“ und anderen Mythen, die mit größtem Einfühlungsvermögen dem Geist der Antike nachempfunden sind.

Als Epilog sehen die Besucher in der Ausstellung mitreißende Filmszenen der homerischen Mythen in einer Filmcollage von Thomas Wolf, die zeigt, dass die Faszination der mythischen Idole auch unter der Maske großer Hollywoodstars weiterlebt und gefeiert wird auf den „Hausaltären“ heimischer Bildschirme.

Die Ausstellung ist eine Koproduktion des Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis mit dem Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, dem Suermondt-Ludwig-Museum Aachen, der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, dem Olaf Gulbransson Museum Tegernsee, dem Wilhelm-Busch-Museum Hannover – Deutsches Museum für Karikatur und kritische Grafik und dem Gustav-Lübcke-Museum Hamm. Sie wird gefördert von der Peter und Irene Ludwig Stiftung Aachen und zahlreichen Sponsoren.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch mit ganzseitigen Reproduktionen der Werke und Beiträgen von Peter Blome, Bernhard Mensch und Claudia Wiotte-Franz zum Preis von 15 Euro.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm (Vorträge, Führungen durch die Ausstellung, Osterferienprogramm, u.a.) lädt dazu ein, die verschiedenen Themenschwerpunkte der Ausstellung intensiv kennenzulernen.

Öffnungszeiten:
Di – Fr.: 10 – 13 und 14- 17 Uhr
Sa, So. und an Feiertagen: 14 -17 Uhr
Geschlossen: Montags sowie am 11. Februar (nachmittags), am 16. Februar (Fastnachtdienstag), 2. April (Karfreitag), am 6. April (Osterdienstag) und am 1. Mai 2010

Kontakt:
MUSEUM HAUS LUDWIG für Kunstausstellungen Saarlouis
Dr. Claudia Wiotte-Franz
Kaiser-Wilhelm-Str. 2
66740 Saarlouis
E-Mail: MuseumHausLudwig@saarlouis.de oder Wiotte-Franz@saarlouis.de
Tel.: 06831/443-412/413
Fax: 06831/443-411
Mobil: 0173 6875813


Information

Location: Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen in 66740 Saarlouis

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