Noch vor Jahren war es ein Geheimtipp, mittlerweile ist das Naherholungsgebiet Itzenplitz im Zuge des steigenden Interesses für Industriekultur weit über die Grenzen von Schiffweiler bekannt geworden. Der Naherholungsraum Itzenplitz ist eine Kulturlandschaft, die durch den Steinkohlenbergbau entstanden ist. Namensgeber und Leitmotiv des Naherholungsraumes Itzenplitz ist der Itzenplitzer Weiher mit seinem, 1908 errichteten historischen Pumpenhaus, das heute als Blickfang für Besucher dient und das Bild des Itzenplitzer Weihers nachhaltig geprägt hat. Der Weiher entstand in Verbindung mit dem Bau einer Lokomotiv-Zweigbahntrasse zwischen den Gruben Reden und Itzenplitz. Der Bau dieser Kohlentransportbahn machte die Aufschüttung eines Dammes notwendig, dahinter wurden in den Jahren 1878 / 79 die Wasser des Kallenbaches und Klinkenbaches im Rußhüttertal gestaut. Gleichzeitig wurde ein erstes Pumpwerk gebaut. Die im Rußhütter Tal gestauten Wasser, daher auch der heute noch gebräuchliche Name Rußhütter Weiher, wurden zur Speisung der Dampfmaschinen und als Wasserreservoir für die Gruben genutzt, ebenfalls wurden die gehobenen Grubenwässer in den Weiher geleitet. Heute wird der Itzenplitzer Weiher nicht mehr bergbaulich genutzt, sondern ist für Erholungssuchende das Ziel der näheren Umgebung geworden. Läufer, Wanderer und Angler haben das Gebiet für sich entdeckt. In der Misch-Waldlandschaft des Naherholungsgebietes zwischen den Orten Merchweiler, Wemmetsweiler, Heiligenwald, Landsweiler-Reden, Bildstock und Maybach gibt es mehrere Weiheranlagen, die über gut ausgebaute Rundwanderwege erreichbar sind. Insgesamt steht ein Gesamtwegenetz von ca. 53 km zum Wandern zur Verfügung. Das gut 7 Quadratkilometer große Gebiet wird durch den "Zweckverband Naherholungsraum Itzenplitz" betreut, in dem die Gemeinden Merchweiler, die Stadt Friedrichsthal und die Gemeinde Schiffweiler zusammengeschlossen sind. Auf eine Idee des Heiligenwalder Bürgers Werner Altmeier geht die Gründung des Zweckverbandes im Jahre 1973 zurück, der damit erreichen wollte, dass die von der Montanindustrie geprägte Region eine siedlungsnahe Erholungs- und Erlebnislandschaft wird. In den mehr als 30 Jahren des Bestehens des Zweckverbandes Naherholungsraum Itzenplitz erfuhr die Waldlandschaft zwischen Merchweiler, Heiligenwald und Friedrichsthal ein eigenes und unverwechselbares Profil.
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